(III) Das Konzept von Radi TV

Warum RadiTV?

Hinter RadiTV steckt die Idee, Stadtteil-bezogene Filme über die Münchner Messestadt im Internet zu präsentieren. Radi, das ist eine in Bayern äußerst populäre Krautpflanze. Der Name leitet sich ab von Radix, d.h. Wurzel. RadiTV rechnet sich zu den Graswurzel-Bewegungen, die unter Demokratie eine möglichst breite Bürgerbeteiligung verstehen. Es sind Initiativen, die vor allem von Privatpersonen ausgehen und sozusagen „von unten heraus“ entstehen. Zur Macht der Fernsehsender bilden RadiTV und ähnliche Projekte ein Gegengewicht. Das Programm deckt nur den Stadtteil ab und befasst sich daher mit Themen, über die große Sender ohnehin nicht berichten.

RadiTV ist in der Messestadt Riem verwurzelt. Dort besteht ein besonders hoher Bedarf an Information, denn alle Bewohner sind Neubürger. Sie müssen sich in ihrem Umfeld orientieren. Häufig wird ihre neue Heimat in den Medien verunglimpft, und sie selbst werden dadurch verunsichert. Es gilt, eine Verbundenheit der Bewohner zu ihrer Messestadt zu entwickeln, ein Heimatgefühl, einen gewissen Stolz auf das vielfach prämierte ökologische Vorzeige-Projekt der Landeshauptstadt München.

Für wen ist RadiTV?

RadiTV will die Integration der verschiedenen sozialen Gruppen fördern, die in der Messestadt wohnen. Durch die Filmreihe entstehen Bilder von einem Quartier, wie sie auf den ersten Blick nicht erkennbar sind. RadiTV möchte dazu anregen, dass sich die Bewohner am Aufbau einer städtischen Gemeinschaft im Osten von München aktiv beteiligen.

RadiTV liefert Bürgern und Besuchern, Stadtplanern, Wirtschaftsförderern und Bauherren anschauliches Material von dem Projekt Messestadt, das über Pläne und Fotos hinausgeht. Denn RadiTV interessiert sich vor allem für die sozialen Strukturen.

Wer produziert RadiTV?

RadiTV wurde von Horst Stenzel initiiert. Er hat Volkswirtschaft studiert, parallel dazu für eine Lokalzeitung geschrieben und für United Press International berichtet. Er arbeitete in der Zentrale der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Später wurde Stenzel Redakteur und Reporter der Wirtschaftswoche, anschließend Fernsehredakteur beim WDR in Köln. 1974 startete er mit einer eigenen TV-Produktion. Im In- und Ausland entstanden hunderte von kürzeren und längeren Dokumentarfilmen. Über Video-Journalismus hat er wiederholt publiziert (z.B. „Fernsehen aus dem Rucksack“ in dem Organ des Deutschen Journalisten-Verbandes journalist). Ende 2009 beriet Stenzel die Regierung von Nambia bei der Reform der nationalen Filmförderung. Von August bis Oktober 2010 zog es ihn nach Kasachstan, wo er den Nationalen Innovationsfund bei der Entwicklung einer TV-Serie beriet. Im Juni/Juli 2011 war er vom Institute of Business Management in Karachi/Pakistan – einer Privatuniversität – gebeten worden, beim Aufbau eines Medien-Studienganges zu helfen. Im Oktober/November 2011 reiste er nach Pawlodar/Kasachstan, um an der dortigen Innovativen Eurasischen Universität die Fakultät für Journalistik zu beraten.

Wenn möglich, soll das kleine Team von RadiTV später um eine Ausbildungs- und Trainingsgruppe ergänzt werden.

Welche Themen zeigt RadiTV?

RadiTV möchte den Messestädtern Gesichter und Geschichten aus ihrem Umfeld präsentieren, um dadurch der Anomymität einer größeren Gemeinschaft entgegenzuwirken. Tagesaktuelles wird gemieden. RadiTV bezieht das Gewerbe in der Messestadt und die Messe selbst ein. Denn die Wirtschaft ist ein integrierter Bestandteil dieses Quartiers und seines dahinter stehenden Planungskonzepts.

Wie wird RadiTV finanziert?

RadiTV ist ein Nonprofit-Projekt. Allerdings müssen selbst unter diesen Umständen Mittel eingeworben werden, um die Kosten der Herstellung und des Vertriebs der Filme zu decken. Da die übliche Methode – Messung der Reichweite im Internet durch Zählung der Zugriffe – wegen der schmalen Zielgruppe des Projekts kaum einen nennenswerten Anreiz für Werbekunden bietet, ist RadiTV auf Hilfe durch Sponsoren und Fördergelder angewiesen. Zum Glück können dank der heutigen Technik auch mit einfachen Mitteln professionelle Ergebnisse erzielt und der Finanzbedarf klein gehalten werden.

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